• Tastuntersuchung

    Die körperliche Untersuchung durch den Spezialisten ergibt oft schon einen Anhaltspunkt, welche Erkrankungen in Frage kommen. Die Tastuntersuchung beinhaltet die Untersuchung beider Brüste und der Lymphknoten.

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  • Brustultraschall

    Der Ultraschall (Mammasonografie) ist der verlängerte Arm des Untersuchers. Ohne Strahlenbelastung können verschiedene Veränderungen in der Brust in Echtzeit gesehen werden. Falls erforderlich, kann sofort eine Gewebeprobe (Biopsie) gemacht werden. Der Ultraschall kann eine Ergänzung zur Mammographie sein und ist vor allem bei jungen Frauen und bei dichter Brustdrüse die Untersuchungsmethode der ersten Wahl.

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  • Mammografie

    Die Mammografie ist die Röntgenuntersuchung der Brustdrüse, die meistens von zwei Seiten gemacht wird. Feinste Veränderungen im Gewebe können gesehen werden. Die Strahlenbelastung ist mit modernen Geräten minimal – durch den leicht unangenehmen Druck beim Zusammendrücken der Brust wird die Strahlendosis noch weiter verringert.

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  • Gewebeuntersuchung

    Entnahme einer Gewebeprobe ermöglicht genaue Diagnose

    Bei Frauen mit neu aufgetretenen abklärungswürdigen Veränderungen in der Brust ist zur Diagnosesicherung eine Gewebeprobeentnahme notwendig. Die Gewinnung des Gewebes erfolgt in örtlicher Betäubung. Eine Allgemeinnarkose und ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus sind dafür nicht notwendig.

    Warum ist eine Gewebeprobe wichtig?

    1. Die meisten Veränderungen sind gutartig (ca. 2/3). In diesen Fällen ist eine Operation meist nicht notwendig.
    2. Bei bösartigen Veränderungen ist es wichtig zu wissen, mit welcher Art von Brustkrebs man es zu tun hat. Die Diagnose gibt uns Aufschluss darüber, ob zusätzliche Untersuchungen notwendig sind. Vor allen Dingen aber hilft das Wissen, um die Brustkrebsart das Operationsausmass festzulegen.  


    Ob die Gewebeprobeentnahme im Rahmen der Mammografie (Vakuumstanzbiopsie) oder mittels Ultraschall durchgeführt wird, hängt von der Veränderung ab – in welcher Untersuchungstechnik sie am besten sichtbar ist.

    Gibt es Nachteile bei einer Biopsie oder kann ein Tumor sich danach leichter ausbreiten?
    Viele Menschen denken, dass sich ein Tumor erst durch eine Biopsie ausbreiten kann:
    Diese Befürchtung ist zum Glück völlig unbegründet!

    Einzig das Applizieren der örtlichen Betäubung ist für wenige Sekunden schmerzhaft. Die Entnahme selbst bereitet keine Schmerzen Die Punktionsstelle wird mit einem Druckverband versorgt, den Sie am nächsten Tag wieder entfernen dürfen. Duschen ist nach der Entfernung des Verbandes möglich. An der Punktionsstelle selbst kann sich ein Bluterguss entwickeln, der sich in wenigen Tagen wieder zurückbildet.

  • Spezialröntgen

    Für spezielle Fragestellungen sind manchmal zusätzliche radiologische Untersuchungen sinnvoll – aber nicht für jede Frage:

    • Magnetresonanz-Tomografie (MRI): In einer Röhre werden in ca. 30 Minuten hochauflösende Bilder der Brustdrüse gemacht. Diese werden manchmal zur Planung einer Operation benötigt.
    • Computertomografie (CT): Die Röntgenuntersuchung von Brustkorb, Bauch und Becken wird oft benötigt für die Suche, ob ein Brustkrebs bereits Metastasen im Körper gebildet hat (Umgebungsabklärung).
    • PET-CT: Hier wird die Computertomografie mit einem leicht radioaktiven Kontrastmittel kombiniert, um verschiedene Tumorherde noch besser darstellen zu können.
  • Früherkennung

    Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser ist die Erkrankung behandelbar. Dabei geht es nicht nur um die Verringerung der Sterblichkeit an Brustkrebs, sondern auch um eine schonendere Behandlung im Frühstadium – möglichst ohne Chemotherapie und ohne die gesamte Brust zu entfernen und häufig mit keiner oder nur wenig medikamentösen Zusatztherapien.

    In den letzten Jahren wurde das sogenannte Mammografie-Screening heftig diskutiert, ob die jahrelang propagiere Senkung der Brustkrebssterblichkeit überhaupt so gross ist wie behauptet oder nicht. Ausserdem werden in der Mammografie immer wieder Veränderungen gefunden, die schlussendlich keinen Krankheitswert haben – sogenannte „falsch-positive“ Befunde.

    Darum ist das St. Galler Mammografie-Screening hochqualitativ mit einer Doppelbefundung durch zwei Röntgenärzte mit modernster Technik und strenger Qualitätskontrolle – das Brustzentrum Ostschweiz empfiehlt eine Teilnahme am donna Screening für Frauen von 50 bis 69 Jahren, da in dieser Altersgruppe die Aussagekraft am grössten ist und auch Brustkrebs am häufigsten auftritt.